Rokkakus gehören zu den traditionellen, japanischen Drachenformen mit langer Geschichte, die bis heute in unterschiedlichsten Größen und mit vielfältigen Verwendungszwecken den Himmel wohl eines jeden Drachenfestes bevölkern. Flach getrimmt mit biegsamen Querspreizen werden sie zu lenkbaren Kampfdrachen, aber diese Sechsecke eignen sich auch als stabile Himmelsanker und Lastenträger mit steilem Flugwinkel ... Immer aber wurden Rokkakus ohne Drachenschwanz geflogen. Warum eigentlich? ... hat sich Wolfgang Grimsel gefragt, wo doch passende Drachenschwänze stets eine optische Aufwertung mit positiven Einflüssen auf die Flugstabilität darstellen. Hier seine Antwort: Ein schicker klassischer Rokkaku - mit wahlweise anbringbaren Schleierschwänzen aus weich fließendem Taffettanylon - und schon fliegt dieser Klassiker überwiegend MIT Schwanz - wetten?!
Der eigentliche Drachen ist in bester Segelmachertechnik aus hochfestem Rippstop-Polyester genäht, an allen nötigen Stellen angemessen verstärkt und im “Soloflug” ein respektabler Vertreter seiner Drachenart. Die drei optionalen Schleierschwänze sind aus seidenweich fließendem Taffettanylon und bringen über den gesamten empfohlenen Windbereich den dynamischen Zauber an den Himmel, der die Familie der F-Tail-Varianten (vgl. unsere F-Tail-Deltas - auch als Mini oder 3XL) so erfolgreich gemacht hat. Das macht schon was her: über 5 Meter messen die beiden weißen Schleierschwänze und so kommt das Gesamtgebilde auf eine opulente Länge von über 6,5 m!
Die Spannschnüre über den Querspreizen auf der Segelrückseite definieren den Grad der Flugstabilität und sollten in der Segelmitte etwa 15 bis 20 cm über dem Längsstab verlaufen (vgl. Foto unten rechts. Wenn die Schleierschwänze Anwendung finden kann man den Waagepunkt etwas nach oben trimmen (flacherer Anstellwinkel = mehr Auftrieb = gut bei weniger Wind und weniger Zug auf der Flugleine bei viel Wind). Dazu ist die Befestigung für die Flugleine justierbar mit einem sog. Schiebeknoten (oder Purisknoten vgl. kleines Foto unten) auf der Waageleine angebracht.
Der F-Tail Rokkaku ist also ein Drachen, der vor allem dann mit seinen extrem guten Flugleistungen brillieren kann, wenn er passend zu den vorherrschenden Windbedingungen und entsprechend der Einstellung der Spannschnüre getrimmt wird. Aber keine Panik: bei unseren “windigen Tipps” finden Sie auch ausführliche Infos zur Trimmung von Einleinern.
F-Tail Rokkaku von Colours in Motion
klassischer Rokkaku aus Ripstopp-Polyestertuch, hochwertig verarbeitet; Gestänge aus passenden Fiberglasrohren; Spannweite 131 cm; Segelhöhe 160 cm; mit zusätzlichen, optionalen Schwänzen aus Taffettanylon (2x weiß ca. 510cm lang; 1x rot ca. 240cm lang); Lieferung in einem Nylonköcher mit einer geflochtenen Flugleine ca. 40 kg max. auf einer Ringspule; gute Leichtwindeigenschaften bereits bei wenig Wind ab ca. 9 km/h (Windstärke 2 Bft.); bei Nutzung des gesamten fliegbaren Windbereiches bis etwa Windstärke 5 Bft. empfehlen wir eine stärkere Flugleine mit mind. 65kg max.
An der unteren Kielstababspannung und auf den Schleppkanten der Segelrückseite sind Klettbänder aufgenäht, an die die verschiedenen Schleierschwänze einfach angedrückt werden. So wechseln Sie das Erscheinungsbild dieses schönen Drachen in Sekundenschnelle.
Betrachten Sie das Video und entdecken Sie selbst die Anmut und Schönheit dieses Drachen.