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Cody mit TopsegelDieser Drachen stammt aus der Zeit kurz vor der Entwicklung der ersten Flugzeuge. Im Kern handelt es sich um den doppelzelligen Kastendrachen von Lawrence Hargraves aus dem Jahr 1893, einem direkten Vorläufer der ersten Doppeldecker. Für die hier vorliegende geflügelte Variante hat Samuel Franklin Cody 1901 ein Patent erhalten und ein zuverlässiges, Menschen tragendes System entwickelt, das bevorzugt militärische Beobachter in einem steuerbaren Aufzugs-Lastenkorb in große Höhen befördern konnte. Im Jahre 1906 wurde sein men lifting system vom englischen Kriegsministerium offiziell als System für Heeresbeobachtungen eingeführt. Dies brachte dem extrovertierten Schausteller und Abenteurer Cody (oft absichtlich verwechselt mit seinem ähnlichen Namensvetter Colonel Frederick Cody, alias Buffalo Bill, den Offiziersrang als Chefdrachenkonstrukteur und seinem geflügelten Kastendrachen den Beinamen “Kriegsdrachen”. Hitech-Werkstoffe wie Spinnaker und Kohlefaser haben die Zuverlässigkeit von Codys Drachen inzwischen noch gesteigert und einen völlig friedlichen Zweck über das Jahrhundert gerettet: die Lust und Faszination, einen erstklassigen Drachen steigen zu lassen, der allgemein anerkannt zu recht auch den Beinamen “König der Kastendrachen” trägt.
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| Details:
Trotz der vielen Abspannungen (die das Topsegel und die Flügel fixieren) ist der Aufbau recht einfach: Sie brauchen nur die Diagonalstreben einsetzen und an den oberen Flügelspitzen abspannen. Die beiden dünnen CfK-Stäbe stützen das Topsegel vertikal (der etwas längere kommt nach vorne) - fertig. Dennoch ist der Cody kein simpler “Anfänger-Drachen”. Setzen Sie das Segel nur dann unter Spannung, wenn die Abspannschnüre frei verlaufen und bauen Sie dieses Prachtstück ruhig erst einmal im Wohnzimmer quasi als Testlauf auf.
Übrigens, wenn Ihnen die Abspannung laut beiliegender Gebrauchsanweisung zu fummelig ist, dann empfehlen wir, an das Ende der Spannschnüre an den oberen Segelspitzen eine einfache Schlaufe zu knoten. Die Schnur wird dann vom Ring zur Splittkappe am Stabende, wieder zum Ring usw. geführt und schließlich die Endschlaufe in die Splittkappe eingehängt, wobei überschüssige Länge durch Wicklungen um das Gestänge ausgeglichen werden (vgl. Foto rechts). Die Verarbeitung ist wirklich erstklassig: alle Verstärkungen sind sauber verarbeitet, richtig dimensioniert und selbst die Segeldurchlässe für die Diagonalstreben sind vorbildlich verstärkt (vgl. kleine Fotos unten). Das Hauptsegel wirkt am Himmel meist schwarz, ist aber eher ein dunkles Grau / Anthrazit, was je nach Beleuchtungssituation, den Drachen gelegentlich auch deutlich heller wirken läßt. |
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